Brief von Basia Bobkowski

Ich habe einen Brief von Basia Bobkowski an Tymon Terlecki gefunden, den sie ihm nach dem Tod ihres Mannes von Guatemala aus geschickt hat. Ihr Brief gibt Aufschluss über ihre Sicht als Ehefrau des Schriftstellers. Er ist sehr offen und voller Trauer. Basia wendete sich an Tymon Terlecki, der beide gut gekannt hatte. Terlecki war eine sehr wichtige Persönlichkeit im kulturellen Leben der polnischen Emigranten, denn er, – selbst Emigrant, – hatte sich zur Aufgabe gemacht, die polnische Kultur im Ausland zu promoten und zu fördern.

Terlecki

Terlecki war 1939 ebefalls nach Paris gegangen, wo er jedoch, im Gegensatz zu Bobkowski, der Polnischen Armee beigetreten war. Er wurde dort Herausgeber von Polska Walcząca weekly, dem ofiziellen Organ der bewaffneten polnischen Streitkräfte im Westen. In dieser Funktion wurde er 1940 nach London evakuiert und bekam dort ein Initiator des literarischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Lebens der polnischen Emigranten; organisierte u.a. Gewerkschaften der polnischen Künstler und Schriftsteller.

Er selbst schrieb u.a. Essays, literarische Portraits und Rezensionen für Jerzy Giedroyc’s Kultura in Paris, wo auch Andrzej Bobkowski publizierte. Er schrieb mehrere wichtige Essays und Bücher, wie Polska a Zachód. Próba syntezy (1947), Paryż (1952), Krytyka personalistyczna (1957), Egzystencjalizm chrześcijański (1958), Ludzie, książki i kulisy (1960), Pani Helena. Opowieść biograficzna o Modrzejewskiej (1962); und lehrte in mehreren Universitäten im Ausland bis er als Senior Professor an die State University of Illinois at Chicago Circle (1972–1977) gerufen wurde. 1973 bekam er schließlich die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Terlecki war auch in Amerika sehr aktiv und förderte das künstlerische und wissenschaftliche Leben in seinem Heimatland Polen bis zu seinem Tod. Er starb 2000 in Oxford.

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Auszug aus dem Brief an Tymon Terlecki:

“Vergessen Sie bitte nicht, dass ich nur eine einfache ‚Ehefrau‘ eines Schriftstellers war. Ich habe nie selbst geschrieben und meinem Mann hätte es sowieso nicht gefallen. Ich habe aber keine Angst davor, meine Wunden wieder zu öffnen – sie werden nie heilen, es ist mein tägliches Kreuz (…). Für mich können alle diese Jahre, die wie ein Traum vorübergegangen sind, so zusammengefasst werden. Wir sind wie zwei Verrückte mit 100 Dollar hierher gekommen. Mit null Ahnung von der Sprache und davon, wie schwer es hier ist, als Ausländer ohne Geld und Bekannte eine Arbeit zu finden (…) Als es dann ein bisschen besser geworden ist, kam die Krankheit, die Operationen. Auf beiden Seiten Leiden und Abschied vom Leben an seinem Höhepunkt. Seit dieser Zeit ‚erledige‘ ich es nur noch, mit meinem Mann als Befürworter meiner miserablen Arbeit.”

Übersetzung: Karolina Galuba

„Proszę pamiętać, że byłam tylko skromną ‚żoną‘ pisarza, nigdy nie pisałam sama, ani mąż by tego nie lubił. Nie obawiam się otwierania ran, bo one tak czy owak nigdy się nie zagoją, to jest codzienny krzyż.[…] Dla mnie te lata, które minęły jak sen, streszczają się do tego. Przyjechaliżmy dwoje szaleńców ze stoma dolarami w kieszeni. Nie znając języka i nie mając pojęcia o trudności znalezienia pracy tutaj dla cudzoziemca bez pieniędzy i znajomości. […] Gdy zaczęło nam iść trochę lepiej – przyszła choroba, operacje. Wzajemne cierpienie i wzajemne pożegnania życia w jego pełni. Od tego czasu już je tylko ‚wykańczam‘ biorąc męża za orędownika mojej ubogiej pracy.“ (z listu Barbary do Tymona Terleckiego)

Bildquellen:

(1) Tymon Terlecki: http://www.polskieradio.pl/7/178/Artykul/644010,Tymon-Terlecki-oczyma-bliskich

(2) Basia Bobkowski: http://andrzej-bobkowski.pl/zycie/Basia

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