Bob über Bob

Auf der gut recherchierten Internetseite des polnischen Radios http://bobkowski.polskieradio.pl findet man sehr  aufschlussreiche Informationen über Bobkowski. Unter anderem entdeckte ich dort einen Lebenslauf, den Bobkowski über sich selbst verfasst hat. Ich habe den Lebenslauf von Monika Polkowska übersetzen lassen, die darüber erstaunt war, dass Bobkowski in deutschen 100-Kilometer-Sätzen, wie Monika meinte, über sich selbst schrieb. Vielleicht ist sein Schreibstil Zeuge davon, dass er im deutschen Sprachraum geboren wurde und selbst auch Deutsch gelernt hat.

Bobkowski berichtet in den Tagebüchern über das Fräulein Dora Vogel, „der Deutschlehrerin, die mit mir oft viel länger als eine Stunde saß, zum eigenen Vergnügen (sie berechnete nur eine Stunde), und mich mit der ganzen unglücklichen Liebe der Jüdin zu den Deutschen (…) fütterte.“ (aus: Wehmut? Wonach zum Teufel?, Saint Raphael, 12.09.1940, S 135)

Eine Seite weiter schreibt er lustigerweise in sein Tagebuch: „Die Deutschen, das Deutsche Denken mit seinen Ausdünstungen, unbefriedigt, gotisch, so wie der Kölner Dom, den ich nicht ausstehen kann. Die Deutschen haben diese verworrene, schreckliche Sprache geschaffen, in der wir nie wissen, was das Wort „Kultur“ wirklich zu bedeuten hat. Ob von einer Wohnung mit Badezimmer die Rede ist, von Goethe, oder ob man vielleicht „Marsch, marsch“ brüllt. Die Deutschen haben uns die hysterische Verwendung der Substantive gelehrt, mit denen man so vorsichtig umgehen sollte wie mit einer entsicherten Waffe.“  (aus: Wehmut? Wonach zum Teufel?, Saint Raphael, 12.09.1940, S 136)

Hier also sein Lebenslauf, auf Deutsch und Polnisch, Bob über Bob:

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 1.23.03 PM

LEBENSLAUF – SYNOPSIS

Geboren am 27.X.1913 in Wiener-Neustadt, Austria.
1924-1933 Gymnasium in Toruń (zwei erste Jahre) und in Krakau, Nadworski-Bartłomiej-Gymnasium, ehem. St.-Annas. 1933 bis 1936 Studium an der Haupthandelsschule (Szkoła Główna Handlowa) in Warschau mit Abschlussdiplom nach allen vorgeschriebenen, bestandenen Prüfungen (Diplom Nr. 1929).
1937 bis März 1939 bewarb er sich erfolglos um eine Beamtenstelle in der Industrie. Er hat am 26. Dezember 1938 geheiratet und sich bis heute nicht scheiden lassen. Er hat sich daran einfach gewöhnt. Seine Frau nicht. Da er es in seiner Umgebung nicht aushalten konnte und dabei alles getan hat, damit die Umgebung auch ihn nicht zu ertragen vermochte, was ihm auch ausgesprochen gut gelungen ist, ist er im März 1939 nach Frankreich ausgereist. Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruches befand er sich in Paris und wie immer, folgend der heiligen Pflicht unserem beliebten Vaterland gegenüber, war er einer der ersten Freiwilligen, die sich beim Einberufungsbüro für Freiwillige der Polnischen Armee in Frankreich, 42 rue Jean Goujon gemeldet haben; die vorläufige Bescheinigung vom 7. September 1939 Brief No. C/III/196.
Während er auf die Einberufung zum Militärdienst wartet, verdient er sein Geld mit Wäschewaschen und eröffnet, um auf die Stütze nicht angewiesen zu sein, die polnische Wäscherei für Flüchtlinge namens „Monsieur Sans-Gęne, Chlorcio i S-ka“, wo nur Unmengen von Wäschebleiche und er arbeiten. Gerade dann erwacht in dem Autor der ausgezeichneten „Federskizzen“ seine literarische Begabung und sein Wahrnehmungsvermögen, denn die gewaschene Wäsche von vielen in Paris eingetroffenen Persönlichkeiten lässt ihm diese Persönlichkeiten auch sensu stricto von innen her kennenlernen. Es entstehen die ersten Notizen unseres hervorragenden Schriftstellers, die jedoch wegen der zu intimen Informationen, die er damals dank der schmutzigen Wäsche bekommen hat, erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Instytut Literacki [poln. Verlag in Paris] kann seinen Lesern mit Stolz mitteilen, dass es Urheberrechte für diese ohnehin kontroverse Notizen erhalten hat. Der Herbst ist gerade fort, der Winter geht vorbei und die Einberufung ist nach wie vor nicht da. Seinem Wunsch folgend, sein Leben dem Vaterland zu opfern, meldet sich der Autor der Skizzen immer wieder beim Einberufungsbüro, wo man ihm stets versichert, er würde in die Bretagne mit dem nächsten Transport geschickt werden, doch die Einberufung kommt nicht. Es ist anzunehmen, dass man wegen seiner nahen Verwandtschaft mit den Personen, die in der Vor-September Sanacja-Regierungs-Clique hohe Posten bekleideten [Sanacja – umg. Bezeichnug für die polnische Regierung 1926-39], ihm die Einberufung in die Polnische Armee in Frankreich verweigerte und ihn somit des einzigen Privilegs des echten Polen beraubt hat, nämlich für das Vaterland möglichst viele Male getötet zu werden. Er musste seinen interessanten Beruf als Wäscherin auf den Haken hängen, denn er hatte Rheuma in den Händen, das er sich beim Waschen zugezogen hatte. Er hatte sich daher im Februar 1940 bei einer französischen Munitionsfabrik als Arbeiter mustern lassen, wo er auch bald von einem Facharbeiter (manoeuvre specialisé) zu einem Beamten im Polnischem Büro dieser Fabrik degradiert wurde, weil sie dort über 400 polnische Arbeiter beschäftigten. Da sein Französisch fließend war, hat ihn die französische Fabrikleitung mit heiklen polizeilichen Angelegenheiten von den in die Fabrik herbeiströmenden polnischen Arbeitern beauftragt, die ganz oft mit gefälschten Dokumenten aus Rumänien nach Frankreich gelangt sind. Das reichte aus, um von seinen polnischen Arbeitskollegen für einen Agenten des Deuxième Bureau gehalten zu werden; deswegen hatte er sehr nette Arbeitsbeziehungen. Er hat dort am 9. März 1940 vom Ministerium für Militärangelegenheiten eine Dienstbefreiung für 3 Monate, bis zum 15. Juni bekommen. Zum Glück konnten die Deutschen noch vor diesem Datum Paris so nahe kommen, dass der Autor von den Skizzen sich nicht mehr erneut um die Freistellung vom Wehrdienst zu bewerben brauchte und mit seiner angeborenen Mentalität eines Deserteurs hat er Paris verlassen, mit der Idee nach England zu gelangen, um dort seine Freistellung zu verlängern. Leider hat es nicht geklappt. Die gesamte Zeit der deutschen Besatzung verbrachte er in Paris, schrieb seine, in ewiger Erinnerung bleibenden Federskizzen, und in den von der Nichtstuerei freien Momenten war er in der Sozialarbeit tätig oder leistete seinen Landsleuten Hilfe.
Nach der Befreiung von Paris eröffnet er im Auftrag der PKO-Leitung die Polnische Buchhandlung in Paris und leitet sie bis Dr. [Stanisław] Lam sie im März 1939 übernimmt. Seit April 1946 arbeitet er in der polnischen YMCA [Young Men’s Christian Association]. Von April bis Juni 1948, also bis zu seiner Ausreise aus Europa, gehörte er dem „Kultura”- Team an, das ihn als unermüdlichen Mitarbeiter mit titanischer Energie und Arbeitspotential zu schätzen lernte. Seine abrupte Ausreise aus Europa und das Verlassen des Teams wurde für den Leiter dieses Teams – Herrn Jerzy Giedroyć – zu einer Lebenstragödie, die ihn bis heute beschäftigt, obwohl er nie richtig versuchte, sie loszuwerden.
Seit 1948 lebt Bobkowski in Guatemala, Mittelamerika, und hält sich da bis heute als ein in Handelskreisen dieser mittelamerikanischen Republik bekannter und angesehener Krämer auf. Politische Weltanschauung: ein liberaler Reaktionär mit einer realistischen anti-intellektuellen Färbung, mit starker antikommunistischer Prägung und zoologischem Hass auf Russland, den ihm sein Vater schon von klein auf beigebracht hat. Lieblingssport: Katzen lausen und Mini-Golf. Beliebte Gesellschaftsspiele: Münzfußball und Cerceau. Lieblingsgetränke: Whisky „Seagram’s“ V.O. oder „Canadian Club“. Lieblingsspeisen: einfaches Soldatenessen. Träume: Huren auf dem Mars besuchen. 
Religion: römisch-katholisch. Äußerst religiös – sein gesamtes Personal muss das Abendmahl einnehmen. Pläne für die Zukunft: möglichst weit von Polen entfernt sterben. Pläne für die entfernte Zukunft: ein Gespenst auf dem Kreml sein und in ständigem telepathischem Kontakt mit Redakteur Giedroyć stehen. So wie Giedroyć mit Mieroszewski. Lieblingsbuch: Aphrodite von Pierre Louys. Nachfolge Christi von Thomas von Kempen, also Sex und Sadismus. 
Beliebte Schriftsteller: es kommt darauf an.
Lieblingszitat: „Heidentum, Christentum, Dummkopftum, das sind die drei großen Evolutionen der Menschheit! (Flaubert, Briefe), etc.

Übersetzung: Polkowska Monika

SINOPSIS ŻYCIORYSU

Urodzony 27.X.1913 w Wiener-Neustadt, Austria.
1924-1933 gimnazjum w Toruniu (dwa pierwsze lata) i w Krakowie, gimnazjum imienia Bartłomieja Nowodworskiego, dawniej św. Anny. 1933 do 1936 studia w Szkole Głównej Handlowej w Warszawie, gdzie uzyskuje dyplom po zdaniu przepisanych egzaminów. (Liczba dyplomu 1929).
1937 do marca 1939 starał się bez powodzenia być urzędnikiem w przemyśle. Ożenił się 26 grudnia 1938 roku i do dziś dnia nie rozwiedziony. Przyzwyczaił się. Żona nie. W marcu 1939 roku wyjechał do Francji, nie mogąc wytrzymać w rodzinnym środowisku i zrobiwszy wszystko, co w jego mocy, aby środowisko nie mogło wytrzymać z nim, co mu się absolutnie udało.
W chwili wybuchu wojny znajdował się w Paryżu i zawsze posłuszny świętym obowiązkiem wobec ojczyzny naszej najkochańszej, był jednym z pierwszych ochotników, którzy zgłosili się do Biura Werbunkowego Ochotników Armii Polskiej we Francji, 42 rue Jean Goujon, zaświadczenie tymczasowe z dnia 7 września 1939 r. List No C/III/196.
Oczekując na powołanie do wojska i nie chcąc korzystać z pomocy społecznej, utrzymuje się z prania bielizny, założywszy polską pralnię dla uchodźców pod firmą „Monsieur Sans-Gęne, Chlorcio i S-ka“, w której obok obficie używanego chlorku,czyli żawelu, był jedynym pracownikiem. Wtedy to w przyszłym autorze znakomitych Szkiców piórkiem budzi się po raz pierwszy talent literacki i spostrzegawczość, gdyż prana bielizna wielu osobistości zjawiających się w Paryżu pozwala mu na poznanie tychże osobistości także sensu stricto od środka. Wtedy to powstają pierwsze notatki naszego znakomitego pisarza, które zostaną jednak opublikowane dopiero po jego śmierci ze względu na zbyt intymne informacje, jakie autor zebrał w tym czasie dzięki brudnej bieliźnie. Instytut Literacki może z dumą już powiadomić swoich czytelników, iż uzyskał pierwszeństwo na publikację tych niewątpliwie kontrowersyjnych notatek.
Minęła jesień, mija zima, a powołania do wojska jak ni ma, tak ni ma. Autor Szkiców piórkiem, chcąc jak najszybciej oddać życie w ofierze ojczyźnie, zjawiał się szereg razy w biurze poborowym, gdzie nieodmiennie zapewniano go, że wyjedzie do Bretanii następnym transportem, ale powołanie nie przychodziło. Należy przypuszczać, iż będąc spokrewniony blisko z osobami piastującymi wysokie stanowiska w przedwrześniowej klice rządowo-sanacyjnej, pachołki Sikorskiego uniemożliwiły mu wstąpienie do Polskich Sił Zbrojnych we Francji i pozbawiły jedynego przywileju prawdziwego Polaka, jakim jest zginięcie za ojczyznę w pierwszym szeregu, tyle razy, ile się da. Nie mogąc dalej kontynuować swego interesującego zajęcia praczki ze względu na reumatyzm rąk, którego nabawił się w tym zawodzie, wstąpił do francuskiej fabryki amunicji jako robotnik w lutym 1940, gdzie jednak bardzo szybko został zdegradowany ze stopnia pracownika wyspecjalizowanego (monoeuvre specialisé) do roli urzędnika przy Biurze Polskim w tejże fabryce, zatrudniającej ponad 400 robotników Polaków uchodźców. Ponieważ władał swobodnie językiem francuskim, dyrekcja francuska poleciła mu delikatne sprawy policyjne napływających ciągle do fabryki robotników polskich, wyposażonych często w fałszywe papiery celem przedostania się z Rumunii do Francji. Wystarczyło to, aby natychmiast został uznany przez swoich kolegów biurowych Polaków jako agent dwójki francuskiej, dzięki czemu miał bardzo miłe stosunki pracy. Tam też pismem Ministerstwa Spraw Wojskowych z dnia 9 marca 1940 roku uzyskał kartę zwolnienia od służby wojskowej na przeciąg trzech miesięcy do 15 czerwca. Na szczęście Niemcy przed tym terminem tak zbliżyli się do Paryża, że autor Szkiców piórkiem nie musiał się powtórnie starać o zwolnienie od służby wojskowej i mając zawsze mentalność dezertera, wyszedł z Paryża z myślą przedostania się do Anglii, aby tam prolongować swoje zwolnienie z wojska. Niestety to mu się nie udało. Całą okupację przebył w Paryżu zajmując się czarnym handlem, pisząc pomnikowe Szkice piórkiem i w chwilach wolnych od nicnierobienia zajmując się pracą społeczną i pomocą swoim rodakom.
Po uwolnieniu Paryża otwiera z upoważnienia dyrekcji PKO Księgarnię Polską w Paryżu, zostawszy jej kierownikiem aż do chwili objęcia tej placówki w marcu 1945 przez doktora [Stanisława] Lama. Od kwietnia 1946 kwietnia 1946 pracuje w polskiej YMCA. Od kwietnia 1946 aż do czerwca 1948, tzn. do chwili wyjazdu z Europy, jest współpracownikiem Zespołu „Kultury“, gdzie autor nieocenionych Szkiców piórkiem daje się poznać jako niezmordowany pracownik o tytanicznej energii i potencjale pracy. Jego nagły wyjazd z Europy i opuszczenie Zespołu stało się dla kierownika tegoś Zespołu, pana Jerzego Giedroycia, tragedią życiową, z której do dziś dnia nie może się otrząsnąć; pomimo, że nigdy nie próbował tego uczynić.
d roku 1948 Bobkowski jest osiedlony w Guatemali, Ameryka Środkowa, i do dziś dnia tam przebywa, będąc znanym i cenionym sklepikarzem w kołach handlowych tej republiki środkowoamerykańskiej. Przekonania polityczne: liberalny reakcjonista o realistycznym zabarwieniu antyintelektualnym z silnymi akcentami antykomunizmu i zoologicznej nienawiści do Rosji, wszczepionej mu przez ojca od dziecka.

Ulubione sporty: iskanie kotów i minigolf 
Ulubione gry towarzyskie: Cimbargaya i cerceau 
Ulubione trunki: Whisky „Seagram’s“ V.O. albo „Canadian Club“ 
Ulubione potrawy: proste, żołnierskie 
Marzenia: móc polecieć na dziwki na Marsa 
Religia: rzymskokatolicka. Bardzo religijny – wymaga, aby cały jego personel sklepowy chodził do komunii 
Plany na przyszłość: umrzeć jak najtaniej z dala od Polski 
Plany na dalszą przyszłość: być duchem na Kremlu i mieć stałe połączenie telepatyczne z redaktorem Giedroyciem. Takie samo jak Giedroyc z Mieroszewskim 
Ulubiona lektura: Aphrodite Pierre Louysa. Naśladowanie Chrystusa Tomasza a Kempis, czyli sex i sadyzm. 
Ulubieni pisarze: zależy jacy 
Ulubiony cytat: „Są trzy wielkie ewolucje ludzkości: poganizm, chrześcijaństwo, chamstwo“ (Flaubert – Listy) itd.

Quelle: http://bobkowski.polskieradio.pl

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s